Letzte Landung um 22:36 Uhr, UFOs und eine ungewöhnliche Schleppmaschine.

Am vergangenen Samstag konnten wir aufgrund des späten Sonnenuntergangs bis 22:36 Uhr fliegen. Begonnen hat der Flugtag jedoch wie üblich um 09:30 Uhr mit dem Briefing. Im Anschluss hatten unsere Piloten beim „F-Schlepp-Tag“ Gelegenheit, ein paar Starts im Flugzeugschlepp durchzuführen um, teilweise unter Begleitung durch unsere ehrenamtlichen Fluglehrer, die Berechtigung für diese Startart zu erhalten.

Mit Beginn der Mittagsruhe haben wir von F-Schlepp auf den „geräuscharmen“ Windenstart gewechselt. Und bis zum Abend „normalen“ Flugbetrieb gehabt. Das gute Wetter hat auch einige bemerkenswerte Streckenflüge ermöglicht: Den weitesten Flug des Tages mit 549 Kilometern absolvierte Christian Schneiders. Carsten Bischoff flog eine Distanz von 313 Kilometern und Marc Lehnen legte 248 Kilometer zurück. Die schnellste Schnittgeschwindigkeit erzielte ebenfalls Christian Schneiders, der im Mittel mit 98 km/h unterwegs war.

Zum Ende des regulären Flugbetriebs konnten wir uns beim gemeinsamen Abendessen stärken. Justus und Tjark hatten sich bereiterklärt, alle Zutaten für schmackhafte Burger zu organisieren und sich an den Grill zu stellen. Dank der Beigaben verschiedener Vereinsmitglieder gab es reichlich und in allen Variationen zu essen.

Zum eigentlichen Sonnenuntergangsfliegen hatte sich Nicolas mit seiner PZL-104 Wilga als Schleppilot angemeldet, um die Scheuener Segelflieger mit ungewohnter Dynamik in den Himmel zu ziehen.

Nicolas in seiner PZL-104 Wilga zieht das Seil an

Einmal in der Luft konnte dann die gewohnt ruhige Luft am Abend genossen werden, die jedoch auch drei (zunächst unbekannte) Flugobjekte auf den Plan rief: Ein fliegender Zimmermann, ein Schraubendreher und ein „normaler“ Heißluftballon tauchten am Rand unseres Flugplatzes auf. Nach Herstellung der Funkverbindung mit „Alfred dem Zimmermann“ vom Holzwerk Ballonteam konnten sich die Segelflieger und die Heißluftballone gefahrlos näher kommen und gegenseitig Fotos voneinander machen – insbesondere vor dem einsetzenden Abendrot ein außergewöhnliches Erlebnis für alle Beteiligten.

Der fliegende Schraubendreher über Garßen
Die ASK 13, fotografiert aus einem der Heißluftballons
Foto: Hinnerk Röhrs

Ab etwa 22 Uhr war die Sonne dann weg und es wurde zügig dunkel. Die letzte Landung erfolgte regelkonform um 22:36 Uhr. Im Anschluss wurden noch die Flugzeuge in die Hallen geräumt und der schöne Tag konnte langsam ausklingen. Einige Mitglieder haben am Start ein Zeltlager aufgeschlagen um „unter der Tragfläche der Wilga zu schlafen“.

Sonnenuntergang, aber noch kein Ende des Flugbetriebs in Sicht
Die DG-500 hinter der Wilga
Kurz vor 23 Uhr ist das letzte Flugzeug in der Halle